Auf lovelybooks gibt es, wie jedes Jahr, einen Leserpreis, zu dem alle Nutzer aufgerufen sind, ihre Favoriten aus dem vergangenen Jahr zuerst zu nominieren, und später dann von den je 35 am häufigsten Nominierten die Gewinner zu wählen.

Und obwohl mein Listenmonat erst der Dezember sein wird, nutze ich die Gelegenheit und stelle die Bücher noch einmal kurz vor, die ich in den verschiedenen Kategorien nominiert habe:

Fantasy und Science

Obwohl ich dieses Buch eher in Humor einsortiert hätte, sieht die lovelybooks-Sortierung „Qualityland“ von Marc-Uwe Kling eher im Science-Fiction-Bereich (hoffe ich. Fantasy erscheint mir nämlich noch weiter hergeholt). Wie auch in meiner Rezension zum Buch beschrieben, haben Story und Schreibstil sowohl dem Freund als auch mir so gut gefallen, dass ich diesem Buch wirklich wünsche, das es zu den am häufigsten nominierten gehört.

Sachbuch und Ratgeber

Sehr gut gefallen hat mir „Stille“ von Erling Kagge, das im Prinzip eine Sammlung ist von Essays, die sich auf verschiedenste Weise dem Begriff der Stille annähern. Ein ruhiges Buch (wie sollte es bei dem Titel auch nicht), dessen Kapitel ich das ein oder andere Mal abends zum Runterkommen gelesen habe; und hier geht es zur Rezension.

Die zweite meiner drei möglichen Nominierungen in dieser Kategorie bekam „Sex Story“ von Philippe Brenot und Laetitia Coryn. Dieses Buch erzählt die Geschichte und amüsante Anekdoten aus dem Bereich der körperlichen Liebe und ich muss sagen, dass ich beeindruckend vieles noch nicht wusste und erst durch dieses Buch erfahren habe. Diese Rezension ist hier zu finden.

Bestes Hörbuch

Das mit den Hörbüchern und mir ist ja immer so eine Sache. Ich mag es nicht, nicht selbst mitlesen zu können, ich find viele Sprecher*innen nicht gut und vor allem machen mich viele der sprachlichen Eigenheiten schnell leicht aggressiv. Trotzdem gab es in diesem Jahr zwei Hörbücher, die ich sehr gern gehört habe.

Zum Einen ist da „Qualityland“ von Marc-Uwe Kling, das von ihm selbst gelesen wird. Es ist kein Hörbuch in dem Sinne, sondern eine ungeschnittene Live-Lesung, doch das macht für mich zum Teil auch den Charme der Hörbücher von Marc-Uwe Kling aus. Für mich setzt es noch ein kleines Schippchen auf den Genuss, alles von ihm selbst vorgelesen zu bekommen, und das ist vermutlich das größtmögliche Lob, das ich bei Hörbüchern aussprechen kann.

„Gray“ von Leonie Swann war als Hörbuch in dem großartigen Buchpaket vom Juli und nur deswegen habe ich es überhaupt gehört. Gelesen wird es hauptsächlich von Bjarne Mädel mit einigen Tagebuchausschnitten, denen Christopher Heisler seine Stimme leiht.
Dieses Hörbuch ist nicht nur ziemlich schön gelesen, die Story dahinter ist auch richtig schön, die Charaktere sind herzergreifend und ich war danach ein kleines bisschen in einen Graupapagei und einen britischen Dozenten verliebt.

Bestes Buchcover

Diese Kategorie bietet den Vorteil, dass man die nominierten Bücher gar nicht gelesen haben muss, um sich zu entscheiden. Genau so geht es mir bei meiner ersten Nominierung „Und es schmilzt“ von Lize Spit, das ich (noch) nicht gelesen habe. Obwohl ich schon einige Kritik an diesem Cover gelesen habe, hauptsächlich von denen, die das Buch gelesen haben und den mangelnden Zusammenhang kritisierten, gefällt es mir ziemlich gut.

„Sieh mich an“ von Mareike Krügel ist ein Buch, das ich überhaupt nur wegen seines Covers gelesen habe. Das Bild des Fuchses gefällt mir ziemlich gut, auch wenn sich mir nach dem Lesen nicht so richtig erschließt, wo die Bedeutung dieses Fuchses für die Handlung ist. Auch das Buch selbst hat mir ganz gut gefallen, mehr dazu kann man hier lesen.

Und schließlich hat es auf meine Cover-Topliste die Endzeitnovelle „Vom Ende an“ von Megan Hunter geschafft. Ein schmales Büchlein, das das Motiv der glitzernden Wellen durch einen glitzerigen Buchumschlag umsetzt und mich auch sonst überzeugen konnte.

Romane

Und damit kommen wir nun zu meiner Königsdisziplin unter den Kategorien des Lesepreises: Die Romane. Naturgemäß ist es hier ziemlich schwierig, sich auf drei Nominierungen festzulegen (so ging es mir jedenfalls), und so lief es darauf hinaus, meine gefühlten Lieblingsbücher des Jahres zu wählen. Dabei wäre es durchaus möglich, dass der Schwerpunkt diejenigen Bücher, die früh im Jahr erschienen sind, etwas benachteiligt; aber ein Leserpreis lebt ja auch nicht von der Objektivität der Abstimmenden.

Ziemlich gut gefallen hatte mir „Ein Gentleman in Moskau“ von Amor Towles, das russische Geschichte mit einem wahnsinnig sympathischen Protagonisten schmückt. Lange konnte kein Buch mich mehr so überraschend so sehr fesseln wie dieser Roman, der für mich so viel mehr ist als ein historischer Roman. Was er alles für mich ist, das steht hier.

Ebenfalls Begeisterung konnte „Was man von hier aus sehen kann“ von Mariana Leky auslösen. Ein überraschender Roman, der mich (wie auch hier zu lesen) vor allem durch seine sprachliche Schönheit und Raffinesse überzeugte und einen Platz in der ewigen Highlightliste meines Herzens hat.

Und schließlich ist da noch „Mit jedem Jahr“ von Simon Van Booy. Dieses Buch steckt so voller Emotionen, dass sich mir beim Lesen häufig die Kehle zuschnürte. So wundervolle Worte, so eine ergreifende Geschichte, und trotzdem irgendwie einfach und schnörkellos – das Buch ließ mich beim Schreiben der Rezension einigermaßen ratlos zurück, sorgte aber dafür, dass ich mir alle verfügbaren Bücher von Simon Van Booy in Originalsprache zulegte.

 

Ich kann nur empfehlen: Klickt euch durch die Nominierten, lasst euch inspirieren (Wunschlisten sind niemals nie zu voll) und stimmt für eure persönlichen Favoriten ab!

Advertisements