Fester Vorsatz für den Juni: Keine Bücher kaufen, nur lesen. Buchgewinne sind dabei natürlich ausgenommen, da kann ich ja nüscht für… Und so startete ich mit 103 Büchern und der Hoffnung, am Ende des Monats nur noch zweistellig zu sein. Und ich verrate es einfach jetzt schon: Das ging ziemlich gründlich schief. Nicht nur, dass ich nicht zweistellig bin, es kamen auch mehr Bücher dazu als ich gelesen habe.

Der Juli wird besser!

Und so zog am ersten Juniwochenende „Vom Ende an“ von Megan Hunter, ein lovelybooks-Leserundengewinn ein, das mich umgehend mit seinem hübschen Äußeren (und – Spoiler! – bald danach auch durch sein bezaubernd poetisches Inneres) überzeugte.

Als ich eine halbe Stunde bei Regen in der Stadt totschlagen musste und bei Thalia landete, war dann übrigens sehr bald schon der „feste Vorsatz“ dahin und mit „Unter einem Dach“ von Anneke Mohn nahm ich ein Mängelexemplar mit. Ich finde, das ist entschuldbar!

Und auch Bücher zu ertauschen ist völlig legitim, also zogen „Die Hummerkönige“ von Alexi Zentner hier ein. Kann man ja nun auch nicht mehr ändern, wenns mal passiert ist.

Nachdem ich dem eigentlichen Vorsatz zum Trotz im Juni ohnehin Bücher gekauft hatte, eskalierte ich in einem kleinen Nostalgie-Rausch und bestellte gebraucht 18 alte Dolly-Bücher von Enid Blyton, die ich in meiner Kindheit und Jugend geliebt habe. Und obwohl ich inzwischen die meisten Jugendbücher recht ungern lese und Dolly wirklich, wirklich viele Möglichkeiten zur Kritik bietet („Sicher wäre es für die boshafte, selbstsüchtige Evelyn besser gewesen, wenn sie als Kind einmal ein paar Klapse bekommen hätte, doch das war versäumt worden.“ (S. 60)?! Das ist halt schon echt jenseits jeglicher Grenze, aber gleichzeitig ist alles, was dort passiert so ungeheuer weit weg, dass ich als Kind niemals auf die Idee gekommen wäre, dass das (m)eine Lebensrealität sein könnte), es ist einfach Liebe. Und ich werde all diese Bücher noch viele Jahre lang begeistert lesen.

Gut, das mit dem festen Vorsatz ging etwas in die Hose. Aber dass „Elf Tage in Berlin“ von Håkan Nesser mitkommen durfte, lag einzig und allein an einem in Kürze ablaufenden Gutschein und an nichts sonst!

Und auch zwei weiteren Rezensionsexemplaren konnte ich meine Tür nicht verschließen: „Was man von hier aus sehen kann“ von Mariana Leky, das mich mit seiner Leseprobe sehr begeistert hat, kam im letzten Drittel des Monats als E-Book an, ebenso wie „Eine kurze Geschichte der Böhmischen Raumfahrt“ von Jaroslav Kalfař.

Und da ja Tauschbücher auch völlig in Ordnung sind in der Neu-Einzugs-Bilanz, gabs dann noch im Tausch gegen „Der Brief“ von Carolin Hagebölling „Die Verseflüsterin“ von Nicolas Fougerousse  ein Buch, auf das ich seit dem ersten Lesen des Klappentextes sehr gespannt war.

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