Zusammenfassung. In „Ragdoll“ lernen wir einen sehr speziellen Detective kennen, der in London eine Reihe ungewöhnlicher Morde aufklären muss. Dabei ist der Druck höher als üblich, denn am Ende der vom Killer verfassten Liste steht der Todeszeitpunkt des Ermittlers selbst…

Erster Satz. Samantha Boyd duckte sich unter dem flatternden Absperrband und blickte zur Statue der Justitia oben auf der Kuppel von Old Bailey hinauf, dem berühmtesten Londoner Gerichtsgebäude.

Cover. Obwohl ich das Cover schon auf den ersten Blick ansprechend fand, muss ich nun, nachdem ich auch das zugehörige Buch gelesen habe, doch ein wenig Kritik üben: Denn den Zusammenhang mit dem Inhalt sehe ich nicht wirklich. Das finde ich immer etwas schade, denn es hätte sicherlich viele Optionen gegeben, ein düsteres, ansprechendes Cover zu wählen, das im Zusammenhang mit dem Inhalt steht. Doch trotzdem verfehlt es sein Ziel nicht und spricht so sicherlich auch im Vorübergehen Leser an.

Inhalt. Die Idee hinter der Handlung hat mir sehr gut gefallen, auch weil ich echt nicht darauf gekommen bin, wie die Auflösung nicht nun gestalten mag. Der Teil verdient also ein ganz eindeutiges Plus. Auch teils absurde, witzige Handlungsentwicklungen haben mir ziemlich gut gefallen.
Leider gab es auch die ein oder andere Stelle, an der ich das Buch auf den Tisch geworfen und meinen Freund durch laute Ausrufe im Stil von „Was soll denn DAS jetzt?!“ erschreckt habe.

Personen. Wirklich, wirklich gut waren an den vorkommenden Figuren die völlig verschiedenen Charakterisierungen. Es gab so viele verschiedene Personen, die man alle auf unterschiedliche Weisen ins Herz schließen konnte, die alle ihre eigenen Macken und ihre eigenen Fehler hatten und, wenn man vielleicht auch nicht so gehandelt hätte wie sie, doch glaubwürdig waren.
Mein persönlicher Held war Edmunds, und zwar von vorn bis hinten. Mit ihm konnte ich mich am meisten identifizieren und ich fand seine Haltung bewundernswert, doch auch weniger sympathische Figuren (wie beispielsweise Wolfs Ex Andrea) sind irgendwie überzeugend.

Fazit. Das hier ist wahrscheinlich nicht der beste Thriller, den ich jemals gelesen habe, aber er ist auch nicht unendlich weit davon entfernt. Spannend ist er auf jeden Fall, teils ein wenig unheimlich und mit Figuren, mit denen es wirklich nicht langweilig wird. Also im Ganzen auf jeden Fall eine Empfehlung wert!

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