Mit dem April fange ich das nunmehr dritte Bullet Journal an, seit ich vor knapp neun Monaten das Konzept im Internet entdeckt und mich spontan verliebt habe, und inzwischen weiß ich ganz gut, was mir hilft, was mich stört, was ich mag und was ich nicht mag.
Ein paar dieser Dinge möchte ich hier zusammentragen, um vielleicht den ein oder anderen von dem Nutzen eines solchen Notizbuchs/Tagebuchs/Kalenders zu überzeugen. Den eines hat sich in den vergangenen neun Monaten nicht geändert:

Noch immer bin ich vollends begeistert vom nahezu perfekten System der Bullet Journals. Ein so einfaches Konzept, dass ich nur den Kopf darüber schütteln kann, nicht einfach mal eher selbst darauf gekommen zu sein, so übersichtlich und so organisiert. Ach, ich liebe es, organisiert zu sein!

Während ich zu Beginn des letzten Monats gezeigt habe, wie ich einen neuen Monat im Bullet Journal beginne, nehme ich diesen Monat zum Anlass, das Set-Up eines komplett neuen Bullet Journals aufzuschreiben.
Ein netter Nebeneffekt dieser BuJo-Geschichte ist es, dass man sich wie bekloppt über geschenkte Notizbücher freut. Endlich keine wachsenden Stapel leerer Bücher mehr, stattdessen: sorgfältig und liebevoll ausgewählte Körper für die Bullet Journals, die mich eine Zeit lang überall hin begleiten. Und so habe ich mich wahnsinnig über das Weihnachtsgeschenk meines wundervollen Freundes gefreut, der meiner langen Liste an Anforderungen an das neue, perfekte Notizbuch nicht nur interessiert gelauscht, sondern sie sich sogar gemerkt hat. Und an Weihnachten mit dem perfekten Bullet Journal unter dem Baum stand, das auf Vorder- und Rückseite mit zwei meiner von ihm fotografierten Lieblingsbilder gepimpt ist.

Der Index

Das Herzstück eine Bullet Journals ist der Index. Anders als in seinen Vorgängern werde ich jedoch heute den Index nicht auf der ersten, sondern auf der letzten Seite starten, und zwar aus folgendem Grund: Jedes Mal habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie viele Seite ich freilassen muss, damit alle Inhalte in den Index aufgenommen werden können. Und jedes Mal hat mich das extrem gestört, weil es (auch wenn der Aufwand nun nicht so wahnsinnig groß ist) einfach so sehr dem ganzen Konzept widerspricht (in meinen Augen jedenfalls). Ich führe ein BuJo, weil man so für jedes Thema genau so viel Platz bekommen wie man braucht, wie bescheuert ist es da bitte, schon auf den ersten Seiten kalkulieren und, so jedenfalls bei mir, Platz verlieren zu müssen, weil der Index natürlich niemals so lang wird, wie man zu Beginn denkt?

Der Index

Also was liegt näher, als dieses Herzstück auf der letzten Seite beginnen und es nach vorn wachsen zu lassen, während die anderen Inhalte auf der ersten Seite beginnen und nach hinten wachsen, bis sich beides trifft und der vorhandene Platz optimal ausgenutzt wird?

Im Index wird jede Seite aufgeführt, die im Verlauf der Wochen beschrieben wird, und mit der entsprechenden Seitenzahl gelistet. Das macht die ganze Sache so wunderbar übersichtlich und begeistert mich immer wieder.
Habe ich mehrere Seiten zu einem Thema (so beispielsweise meine lange List of Shame, die Liste ungelesener Bücher, die mit jedem Neuzugang ergänzt wird), so findet sich im Index nur ein Eintrag dazu, hinter dem dann alle zugehörigen Seitenzahlen zu finden sind.

Das Future Log

Bullet Journals im Allgemeinen besitzen eine Struktur aus Futur Log, Monthly Log und Daily Log, um die herum alle anderen wichtigen Dinge gruppiert werden. Das Future Log ist das gröbste darunter und hilft bei Langzeitstruktur:

Das Future Log vorher…

In einer Tabelle sind Felder für die kommenden Monate sowie eines für die weiter entfernte Zukunft, in die ich alles schreibe von Plänen für meinen nächsten Geburtstag (im Januar) über Vorsätze für die Masterarbeit bis hin zu weit entfernten Terminen und Kündigungsfristen.
All diese Inhalte kommen aus den Future Logs

… und nachher

des vorangegangenen BuJos und ziehen sich teils von Notizbuch zu Notizbuch weiter – wie die Erinnerung daran, den Freund 2018 zur Photokina zu schleppen, weil er sich 2016 nicht motivieren konnte. In den entsprechenden Monaten wandern sie dann auf die To-Do-Seite des Monthly Log und von dort auf die Daily-Seiten und dann werden sie, so zumindest der Plan, erfüllt – und alle sind glücklich. Ganz besonders ich.

Weitere Inhalte

Neben dem genannten gibt es eine ganze Liste weiterer Seiten, die ich direkt zu Beginn des BuJos einbaue; beispielsweise eine Geburtstagsliste, meine „LuB“ (die Liste ungelesener Bücher), Sport-Tracking und diverses weitere. Um auf all die wunderbaren Listen jedoch weiter einzugehen, werde ich eines Tages einen eigenen Beitrag verfassen.

 

 

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