„Meer Liebe auf Sylt“ von Claudia Thesenfitz

„Sich mit jemandem wohlzufühlen ist schon ganz schön viel“ (S. 248)

Zusammenfassung. Mit ihrer plötzlichen Abreise nach Amerika hinterlässt Alexandra ihrer Mutter, Schwester und Schwiegermutter nicht nur Kind und Haus, sondern stürzt sie auch noch in die anstrengendsten und schönsten paar Tage seit langem. Mit Henrietta, Ulla, Jana und natürlich der kleinen Emma stößt dabei eine ganz schön wilde Mischung an Menschen aufeinander, die versucht, das Beste aus der gemeinsamen Zeit zu machen.

Erster Satz. Dass es knallte – genau, das war es!

Inhalt. Es fällt mir gar nicht so leicht, etwas zum Inhalt zu sagen, und vielleicht ist es die beste Entscheidung, in Worte zu fassen, warum das so ist.
Ich hatte nicht das Gefühl, das überhaupt so viel passiert wäre! Dieser Roman liest sich eher wie ein ereignisarmer Urlaub am Meer und davon darf man halten, was man will – ich hab ihn ganz gern gelesen.

Personen. Dieser Roman präsentiert uns eine Hand voll Charaktere, die so unglaubliche Stereotype waren, dass mir erst grauste. In der Leseprobe fand ich das zum Lesen dann ganz reizvoll und unterhaltsam, auf über 250 Seiten war das jedoch wieder etwas anstrengend.
Der Großteil der Figuren hätte davon profitiert, etwas weniger extrem gezeichnet zu sein.
Was mir aber wirklich gut gefallen hat: Die Entwicklung der Personenkonstellationen. Wenn sie auch so überzeichnet waren, dass sich mir die Nackenhaare aufstellten, so haben sie sich doch im Zusammenspiel miteinander sehr gut entwickelt.
Was ich mich aber noch immer Frage: Kann man in Deutschland tatsächlich nicht krankenversichert sein?!

Fazit. „Ein Glücksroman“, das steht auf dem Cover. Aber was steckt drin?
Weniger als ich erwartet und gehofft hatte. Ein von Klischees überladener Roman (das mag natürlich Absicht sein, ich konnte damit nur leider nicht so viel anfangen), der mich nicht glücklicher oder klüger gemacht hat als ich es zuvor war.
Allerdings auch ein Roman, der mich einige Zeit unterhalten und mir Lust gemacht hat, Urlaub am Meer zu machen.

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