Während wir noch auf dem Sofa die Nachwehen der gestrigen Geburtstagsparty zelebrieren, beende ich die Woche hier mit einer neuen Rezension.

Bekommen habe ich den Krimi „Kein Sterbensort“ von Clare Donoghue, der ab dem 1. Februar als eBook verfügbar ist, bei vorablesen – und ihn innerhalb desselben Tages verschlungen. Eindeutig empfehlenswert für jeden, der kurzweilige, spannende und überraschende Krimis mag.

Zusammenfassung. Jane steht vor mehr als einem Problem: Da ist ein ermordetes Mädchen, ein verschwundener ehemaliger Polizist, zu allem Überfluss ist ihr Vorgesetzter nach Komplikationen beim letzten Fall nicht wirklich hilfreich und ihren Sohn sieht sie auch kaum. Nun sind nicht nur die verfügbaren Kapazitäten der Polizei begrenzt, sondern auch ihre eigenen, und das bringt nicht nur sie an ihre Grenzen.

Erster Satz. Maggie versuchte zu laufen, aber sie spürte ihre Füße nicht.

Cover. Bevor ich das Buch gelesen habe, hat mir das Cover gut gefallen und rein optisch hat sich daran natürlich nichts geändert. Allerdings sehe ich keinen echten Zusammenhang zwischen Inhalt und Coverbild, daher keine uneingeschränkte Begeisterung.
Der Titel hingegen gefällt mir ziemlich gut, ich mag die Abänderung der Phrase „Kein Sterbenswort“, wegen der mich das Buch ursprünglich angesprochen hatte.

Inhalt. Der Inhalt des Krimis hat mir ziemlich gut gefallen. Er war spannend und nicht vorhersehbar (für mich jedenfalls, vielleicht bin ich auch nur nicht clever genug) und es hat mir gefallen, wie er erzählt wurde.
Zu Beginn passierte viel auf einmal und es schien mir ein wenig, als hetze man durch die Handlung, aber das legte sich mit der Zeit – vielleicht hat man das Gefühl etwas weniger, wenn man den Vorgänger gelesen hat, das kann ich nun nicht beurteilen.
Einen Pluspunkt erhielt der Krimi bei mir, weil über einzelne Strecken Handlungen, die zu verschiedenen Zeitpunkten stattfanden, parallel erzählt werden, die Idee fand ich gut.

Personen. Das mit den Personen ist so eine Sache. Ich mochte sie alle, man lernt sie schnell kennen und sie werden ziemlich deutlich charakterisiert, das war schön. Allerdings handelt der ein oder andere in meinen Augen für den Leser wenig nachvollziehbar; das könnte Absicht sein oder möglicherweise daran liegen, dass wir hier einen zweiten Teil vor uns haben, der gewisse Kenntnisse voraussetzt. Es kam mehr als einmal vor, dass ich mit einem dicken „hä?!“ auf der Stirn mit dem Buch hier saß, weil sich mir getätigte Schlussfolgerungen oder Reaktionen einfach nicht erschlossen.
Von Janes Familie erfährt man recht wenig, das charakterisiert jedoch Janes Verhältnis zu ihnen sehr schön, denn sie bekommt auch nicht allzu viel mit.

Fazit. Insgesamt ein wirklich guter Krimi, den ich jedem Krimileser empfehlen kann. Spannende Handlung, die an vielen Stellen so fundiert wirkte, dass ich das Gefühl hatte, so könnte es wirklich passieren. Hin und wieder für mein Gefühl einige kleinere Lücken und Dinge, die keinen Sinn ergaben, aber das sind nur kleine Abstriche.

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