Eigentlich wollte ich erst für das neue Jahr erst so richtig hiermit anfangen, aber dann… Dachte ich, schadet auch nicht, das schon eher zu tun. Und ich hatte Lust drauf. Also Vorhang auf für die im vergangenen Dezember gelesenen Bücher!

„Die Tuchvilla“ von Anne Jacobs
Begonnen hat der Monat mit einem etwas umfangreicheren historischen Roman, der mir ziemlich gut gefallen hat: Vorkriegspomp, ein wenig Spannung, viel Gefühl… Für dieses Jahr stehen die Nachfolgebände auf meiner Leseliste und ich bin gespannt, wie sich das alles weiterhin entwickeln wird.

„Worte in meiner Hand“ von Guinevere Glasfurd
Dieser Roman, der der von René Descartes und der jungen Frau, mit der eine Tochter hatte, lag schon seit meinem Geburtstag im Januar 2016 auf meinem SuB und ich weiß auch nicht genau, warum er dort so lange lag. Ein berührender, ungewöhnlicher Roman, der mich immer wieder vergessen ließ, dass er zeitlich so weit weg im siebzehnten Jahrhundert spielt – und der meine Liebe zu schönen Worten geschickt mit der berufungsbedingten Faszination mathematischer Schönheit kombinierte.

„Ismaels Orangen“ von Claire Hajaj
Bei diesem Roman hat mich die Thematik ziemlich umgehauen. In manchen Situationen ist es so unfassbar schwierig, zwischen richtig und falsch, zwischen böse und gut zu unterscheiden. Berührend, traurig, schön – und mit der Frage, warum man manche Entwicklungen nicht verhindern kann, so sehr man es auch versucht.
Was mich etwas irritert hat: Im Buchladen fiel mir letztens ein Buch derselben Autorin vor die Füße, das einen anderen Namen trug – der Klappentext war aber identisch. Es scheint, als trüge dasselbe Buch unterschiedliche Namen und das finde ich doch sehr befremdlich. Falls also jemand „Der Duft von bitteren Orangen“ von Claire Hajaj zuhause stehen haben sollte: Das scheint mir genau dieses Buch zu sein.

„Acht Zimmer, Küche, Meer“ von Anna Rosendahl
Wer in der Winterzeit das Bedürfnis nach Meer- und Fernwehgefühl sowie seichter Unterhaltung verspürt, sollte diesem Roman eine Chance geben. Er ist nicht wahnsinnig überraschend, er geht nicht wahnsinnig tief und man denkt nicht „Oha, sowas habe ich noch nie gelesen!“. Aber er liest sich angenehm und ist super zum Kopfausschalten.

„Etta und Otto und Russell und James“ von Emma Hooper
Ich bin mir nicht sicher, ob ich jemals zuvor einen Roman gelesen habe, der so wenig ausspricht und trotzdem so viel sagt. Ich habe gelacht und geweint und dieses ganz außergewöhnliche Werk mit dem größten Vergnügen in kurzer Zeit verschlungen.

„Tulpenfieber“ von Deborah Moggach
Auf Empfehlung aus der lovelybooks-Community landete auch dieser historische Roman in der Rebuy-Sammelbestellung und zog mich schnell in seinen Bann. Er dreht sich nicht nur teilweise um ein Gemälde, er kam mir auch vor wie eines: Eine ganz besondere Art, die Stimmung einzufangen und noch dazu überraschend spannend. Wirklich schön erzählt!

„Der Pfau“ von Isabel Bogdan
Zu guter Letzt rundete „Der Pfau“ den Dezember aus Büchersicht ab und brachte sowohl mich als auch meinen Freund, dem ich das ganze vorgelesen hatte, immer wieder zum Lachen. Den Anfang haben wir beide als etwas schleppend empfunden und auch am Ende zogen sich viele Wiederholungen etwas, aber als ganzes betrachtet macht dieser Roman wirklich richtig viel Spaß. Eindeutige Empfehlung!

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