Nachdem ich die Idee zu diesem Roman gelesen hatte, war ich wahnsinnig gespannt und habe mich daher natürlich total gefreut, als ich nach der Buchverlosung die Nachricht bekam, dass ich gewonnen hatte. Yeay!
Und es war wirklich spannend zu lesen, also tausend Dank an lovelybooks und Kiepenheuer & Witsch für diese Möglichkeit.

Erster Satz. – Kanada – Die Stimme, von der man nicht sagen kann, ob sie männlich oder weiblich ist, bricht ab.

Cover. Ich mag die Schlichtheit des Covers wirklich sehr. Es ist so zart und irgendwie vorsichtig, damit passt es in meinen Augen sehr gut zum Titel (denn stellt man sich so nicht auch das Geräusch des Lichts vor, eher zart?) und auch zur Geschichte.

Inhalt. Es ist beeindruckend schwierig, etwas über den Inhalt dieses Romans zu sagen. Er hat sehr unterschiedliche Passagen, die teils durch ihre Sanftheit berühren, mich mit ihrer Sichtweise überzeugt haben und/oder zusätzlich auch noch ziemlich spannend waren. Jedes weitere Wort nimmt wahrscheinlich mehr vom Inhalt vorweg als ich möchte, deswegen sei nur so viel gesagt: Man muss sich darauf einlassen, aber dann lässt es sich wirklich gut lesen.

Personen. Bezüglich der Personen gefällt mir am besten, dass die einzelnen auf je eine bestimmte Person fokussierten Abschnitte so unterschiedlich geschrieben sind und sich daher vor allem so unterschiedlich lesen lassen. Das führte bei mir dazu, dass sich die ein oder andere Passage länger zog, weil sie mich nicht so richtig gepackt hat; auf der anderen Seite gefielen mir andere Stellen dann einfach richtig, richtig gut. Coole Sache!

Zitate. „Später nahm sie das Mikrofon und teilte uns mit, dass sie unser Perser sei […]. Mein Opa hat auch einen Perser bei sich zu Hause im Wohnzimmer, und er möchte nie, dass man mit seinen schmutzigen Schuhen darauf herumtrampelt. Ich begriff, dass die Frau uns mitteilen wollte, dass sie gern all unsere Wünsche erfüllte, solange wir nicht auf ihr herumtrampelten.“ (Seite 162)

„Ich wollte immer Kinder haben. Und jetzt habe ich keine. Meine Tochter, wie heißt die eigentlich, die mich mit dem Auto hergebracht hat. […] Ob sie es mir oder ihrem Mann heimzahlen wollte? Heimzahlen. Ist das ein Wort? Heimsuchen. Ein Heim suchen wir für mich. Zum Darinnensein. Meine Tochter. Ich habe doch eine Tochter? Nicht?“ (Seite 207)

Fazit. Wenn dieser Roman auch einige Längen hatte, in denen er mich einfach nicht ganz packen konnte, kann ich mich insgesamt der Wortwahl auf der Buchrückseite anschließen: „Kunstvoll, sprachmächtig und bewegend“. Eindeutig eine Empfehlung für jeden, der die Ruhe hat, sich auf ein leises Buch einzulassen, und einen Hang zu Fantasie hat.

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